Religiöse Fundamentalisten gegen die WorldPride in Jerusalem

Am 6.–12. August 2006 kommt die WorldPride nach Jerusalem

Für die internationale LGBT (Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender) Community ist die WorldPride eine einzigartige Gelegenheit, ein Statement für den jahrzente langen Kampf um Selbsterfüllung, die Chance zu sein wer sie sind und ihrem Herzen und ihrer Identität zu folgen, abzugeben. (woldpride.net)

Und erneut gibt es Versuche u. a. auch von christlich-fundametalistischen Verbänden die Veranstaltung in Jerusalem zu verhindern. Und ein paar Religionsführer äußern dazu noch erheblich radikalere Ansichten.
Rabbis, Arab-Israeli sheiks object to holding Gay Pride Parade in Jerusalem; ‘if gays will dare approach Temple Mount during parade – they will do so over our dead bodies,’ Arab MK Sarsur says. Israeli rabbi: The feeling is that Jews disgrace Jerusalem´s holiness with the government´s encouragement“ (worldpride.net)

I am both outraged and saddened by American Rabbi Yehuda Levin´s efforts to undermine and threaten WorldPride, its organizers and participants.“ (RABBI SHARON KLEINBAUM, NORTH AMERICAN CO-CHAIR OF THIS AUGUST´S WORLDPRIDE)

Weitere Infos, Artikel, Meinungen und News zum WorldPride und natürlich auch das gesamte Programm, praktische Hilfe und auch ein Forum findet man auf den Seiten von worldpride.net


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FDP setzt sich für eine Änderung der Personenstandsrechtliche Situation von Transsexuellen ein

Die FDP hat in dieser Woche einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, mit dem die Diskriminierung von Transsexuellen im Passgesetz beendet werden soll. Der Gesetzentwurf sieht vor, das Passgesetz um eine Klarstellung zu ergänzen, wonach künftig bei Transsexuellen, die eine Änderung ihres Vornamens erreicht haben, das dem Vornamen entsprechende Geschlecht im Pass einzutragen ist. (queer.de)

Die Änderung des Passgesetzes allein ist aber nicht ausreichend“, erklärte MdB Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gegenüber der Presse. „Parallel dazu muss eine Gesamtreform des Transsexuellengesetzes erfolgen.Eine Reform des seit 25 Jahren unverändert gebliebenen Gesetzes sei überfällig. (pm)

Hier kann man die „Kleine Anfrage“ beim deutschen Bundestag nachlesen
entweder als PDF-Datei
oder als HTML-Version
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Zum ersten Mal – WOMENPRIDE FESTIVAL in Köln

In diesem Jahr wird es das erste Mal das WOMENPRIDE FESTIVAL, als Teil der ColongePride geben. Und das fängt bereits am kommenden Samstag, den 1. Juli an und dauert ganze zwei Wochen lang, also bis zum 16. Juli 2006.


„Wir möchten alle weiblich-lesbischen Veranstaltungen durch den WomenPride gezielt hervorheben, um dem ColognePride dadurch auch eine vielfältig weibliche Seite zu verleihen. Während dieser zwei Wochen könnt Ihr aus einem reichhaltigen Angebot vielseitig ansprechender weiblich-lesbischer Veranstaltungen auswählen. Ob Lesungen, Parties aller Arten, Konzerte oder Kinoabende – Es werden zahlreiche kulturelle und politische Events zu Eurer Unterhaltung und in ansprechenden Locations geboten.“ (WomenPride Team)

Erstmal wird auch der WomenPride MediaAward verliehen. Damit werden lesbische Künstlerinnen für ihre Arbeit und Engagement geehrt. Auf der Internetseite von WomenPride sind alle nominierten Künstlerinnen aus fünf Rubriken aufgeführt und kann frau sich da auch aktiv an der Abstimmung beteiligen. Die Preisverleihung findet dann am 15. Juli statt.

Alle Termine, Partys und mehr findet frau hier, auf der WomenPride-Seite


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1. Juli Regenbogenparade in Wien

Demonstrieren wir mit Stolz unser Lebensgefühl! Am 1. Juli 2006 auf der Wiener Ringstraße mit über 100.000 anderen Lesben, Schwulen, Transgender-Personen und solidarischen Heteros.

Mehrsprachige Infos zur Parade, Tips zur Anriese und Unterkunft und vieles mehr gibt es hier.

Und Wien grüßt die Regenbogenparade mit beflaggtem Rathaus
„...Weil Wien eine weltoffene Stadt ist, weil die WienerInnen stolz auf die Lebens- und Liebesfreude in ihrer Stadt sind, begrüßen wir die diesjährige Regenbogenparade auch heuer wieder mit einer gehissten Regenbogenfahne auf dem Wiener Rathaus“, erklärte Stadträtin Sonja Wehsely Dienstag bei der Beflaggungs-Aktion.

StR. Mag.a Sonja Wehsely und Christian Högl hissen die Regenbogenfahne am Wiener Rathaus


Auch wenn es da heißt, dass Österreich immer noch rückständig ist, wenn es um die Gleichstellung von LesBiSchwulen und TransGender-Personen geht – die Stadt Wien zeigt mit dieser Aktion, dass sich eine ganze menge getan hat. Da kann sich so mancher OB hier in Deutschland was abgucken. Ich denke da z.B. an Düsseldorf. Da ist an so mancher Stelle dringend ein Umdenken erforderlich. Schliesslich setzt ganz Europa auf die Gleichstellung von LesBiSchwulen und TransGender-Personen.
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ODD ONES OUT eine beeindruckende Transgender-Dokumentation

ODDS ONES OUT ist ein Dokumentation, die die drei jungendlichen Transgender Naomi (MzF), David (FzM) und Tot (MzF) über mehrere Jahre hinweg und auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität begleitet. Bislang läuft das Projekt nun schon seit über 3 Jahren. Dabei sind bislang über 200 Stunden Material über das Leben der drei Jugendlichen in New York zusammengekommen. Und die Dokumentation läuft weiter.

Zu diesem Projekt gibt es auch eine wunderschöne Internetseite mit vielen Detailinformationen zum Projekt und den drei Jugendlichen. Außerdem findet man dort auch einen Trailer und Clips aus dem Dokumentarfilm, eine Fotogalerie und sogar ein Diskussionsforum (das aber z. Zt. noch nicht aktiv ist). Außerdem eine knappe Info zu den Filmemachern. Hier der Link
Weitere Informationen gibt es hier noch hier auf der Seite der Produktionsfirma.


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Diagnosehilfe bei Transsexualität

Mann-zu-Frau-Transsexuelle zeigen eher ein weibliches Muster der Gehirnaktivität bei visueller erotischer Stimulanz. Das haben Radiologen der Uni Essen mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (fMRT) im Rahmen einer Studie feststellen.
Bislang sind Transsexuelle ausschließlich auf ein entsprechendes psychologische Gutachten angewiesen, wenn es um die geschlechtsangleichende Operation geht. So eine biologische Bestätigung der Transsexualität könnte da den Betroffenen natürlich sehr helfen.
Vorraussetzung ist natürlich, dass sich dieses Diagnoseverfahren auch als zuverlässig erweist und anerkannt wird. Eine einzelne Studie wird da kaum ausreichend sein.
Hier eine Meldung zu dieser Studie auf Ärzte Zeitung online


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Filmkunst über Transsexualität: WELCOME TO MY PRISON

Ein weiterer Film von Monja Art – Filmschaffende und Schriftstellerin. Transsexualität ist das zentrale Thema des Films „...weil mir das Thema SEHR wichtig ist. Etwas, was sich konstant durch meine Kunst zieht“, wie sie mir geschrieben hat.


Zum Inhalt:
„Im experimentellen Kurzfilm Welcome to my Prison steht das Gefangensein in der eigenen Körperlichkeit aufgrund von sozialen/gesellschaftlichen und kulturellen Konstruktionen und Paradigmen im Zentrum. Was zur Transsexualität führt, die hier abstrakt aufgegriffen wird und zur Grundaussage führt, dass der als Opposition zu gender verstandene sex tötet. Eingepackt in eine eigene (Bild)Sprache, die für sich spricht, indem sie so gut wie nicht spricht und durch ihre Nicht-Sprache zur Aussage wird.“ (www.art-welten.com)

Wo kann man den Film sehen?
Konkrete Termine stehen z. Zt. noch nicht fest, aber ab Herbst werden die Filme einmal monatlich im Schikaneder-Kino in Wien zu sehen sein.
Und ab Herbst / Winter wird ART.Welten eine DVD mit allen Filmen aus diesem Jahr herausgeben, inkl. WELCOME TO MY PRISON

Die genauen Informationen wird es dann dazu sicher zeitnah auf www.art-welten.com geben.
Noch mal zur Erinnerung, das ist ein weitere Film von Monja Art zum Thema: Anemonis - from then to now
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Mein Tip für einen Kurzurlaub: Queer Festival in Kopenhagen, Dänemark

Ihr sucht nach einer Idee für einen Urlaub in Drag? Kopenhagen bietet alles, was sich Transvestiten, DWT und Fetischisten wünschen. Es gibt haufenweise transgender-freundliche Hotels, Shopping für Transvestiten und Partys für Fetischisten. Und für Touristen hat die Hauptstadt Dänemarks und Heimat der „Kleinen Meerjungfrau“ ja auch viele wunderschöne Highlights zu bieten.

Ich habe auf dem Genderguide immerhin schon mal rund 40 Adressen von Unterkünften, zum Einkaufen und zum Ausgehen gesammelt. Ihr könnt euch über die Datailsuche (nach PLZ) die Adressen auch nach Ländern sortieren lassen – zuerst „Alle zeigen“ aus dem Menü -> Detailsuche (oben rechts) „weitere Länder“ -> noch mal auf Detailsuche und „Dänemark“ aus der Liste auswählen -> Ergebnis 41 Adressen. Da sind auch 4 sehr umfangreiche Webseiten von Transgendern aus Dänemark zu finden -> Menüpunkt „Webseiten-Transgender“ www.genderguide.de
Viele Infos zu Kopenhagen gibt es hier auf der offiziellen Touristenseite

INTERNATIONAL QUEER Festival 2006
Das findet dieses Jahr vom 3.-9. Juli in Kopenhagen statt. Eine ganze Woche lang dauert das Festival, an dem sich internationale Queer-Aktivisten, -Künstler und –Gruppen beteiligen. Unter anderen sind auch die „Kingz of Berlin“ mit dabei.
Das Programm bietet für jeden was – Workshops, Filme, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und natürlich auch Partys ohne Ende. Die Bandbreite der Gender ist dabei so bunt wie Queer-Community – von SM über Transgender, Dragkings und Transvestiten. Alle weiteren Infos gibt es hier auf der Seite zum Festival.


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Wie könnte aus mir doch noch eine unwiederstehliche Sexgöttin werden?

Tja, der Blick in den Spiegel sagt mir, dass der Weg über die OP-Tische noch sehr, sehr, seeeeehr lang und schmerzhaft sein wird. Eigentlich ist es hoffnungslos;-((((

Oder? Vielleicht ja doch nicht...mit etwas Training...gibt es doch noch Hoffnung?

Transvestiten- und Homophobien bei MzF-Transsexuelle

Ich bin doch immer wieder erstaunt, wenn ich auf dieses Phänomen treffe. Ja, ich kann es als kaum glauben, aber da muss man sich von manchen MzF-Transsexuellen anhören, wie „unanständig und blöd“ sie Transvestiten oder Transgender finden. Und überhaupt, die meisten anderen Transsexuelle wären ja „gar keine echten Transsexuelle“ und mit den Transgendern „will man nichts zu tun haben“.

Gerne würde ich ja mal wissen, wie die angefangen haben – gleich mal auf dem OP-Tisch, oder wie? Bei der Unterscheidung zwischen Transsexuellen und Transgender wird da mal sehr gerne mal auf die OP verwiesen - nur wer so weit gegangen ist, der dürfte sich dann auch Transsexuelle nennen. Demnach wäre Transsexualität lediglich die Beschreibung eines körperlichen Zustandes – eben post OP. Dann, liebe Mädels, bin ich auf jeden Fall schon mal, ganz klar, eine echte Blondine.

Noch viel erschreckender aber, finde ich die gnadenlose Intoleranz anderen, insbesondere auch Homosexuellen gegenüber. Wer Akzeptanz und Toleranz einklagt (und das zu recht), der sollte bei sich selbst anfangen. Und bevor man sich über Transvestiten, DWT, Fetischisten und andere urteilt sollte man sich an seinen eigenen Werdegang erinnern – genau so habt ihr alle angefangen, oder etwa nicht?

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58 Shopadressen für Korsetts (Damen und Herren) - Ateliers und Onlineshops

Liebhaber/innen von Korsetts gibt es viele, aber wo bekommt man die begehrten Stücke her? Ich hab mich mal drangesetzt und so viele Adressen gesammelt, wie ich bislang finden konnte - immerhin bislang schon 58 reale Adressen (keine e-bay-shops). Die Bandbreite bei den Anbietern und bei den Preisen ist sehr gross.

Das geht los, bei Versandhäusern mit meist preisgünstigeren Standardmodellen. Dann gibt es aber auch eine ganze Reihe von Leuten, die selbst Korsettfans sind und ihre Fachkenntnisse für ein spezialisiertes Angebot nutzen. Und dann gibt es noch die Geschäfte für die echten Liebhaber mit individuellen Maßanfertigungen, sehr hochwertigen Materialien und Designs.

Für die Herren eignet sich meist nur ein Unterbrustkosett und/oder ein Tailienkorsett. Oft paßt das Korsett dann aber nicht optimal oder sogar gar nicht. Viele Shops bieten aus diesem Grund auch spezielle Herrenkorsetts an, die besser auf den männlichen Körperbau abgestimmt sind.

Darüber hinaus bieten viele Seite, insbesondere die der Korsettliebhaber, umfangreiche Fachinformationen zum Korsett und einige betreiben auch Foren zum Thema, wo man sich anderen Liebhaber/innen austauschen kann.

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Die beste US-Transgender-Rock'n'Roll-Band – Lipstick Conspiracy


Die Band "Lipstick Conspiracy" wurde als reine Transgender-Band 2003 in San Francisco, USA gegründet. Die fünf Transgender-Musikerinnen (MzF) machen einen klassischen, sauberen Rock'n'Roll der 80er - und das natürlich im Fummel und auf High-Heels. Das kommt auch bei der US-Presse sehr gut an und man spart nicht an Komplimenten und Lob.

"Best Girl Band, 2004" - SF Bay Guardian

Their debut EP “Don’t Tell a Soul” demonstrates the band’s strengths: ambitious harmonies backed by delightfully simple guitar riffs, punchy, rhyme-induced lyrics and a whole lot of ego. That and four inch heels (see cover art). - schreibt der San Francisco Observer

Ein schönen und umfangreichen Artikel zur Band, den Musikerinnen und deren privaten Gedanken, Motivation, Weisheiten, etc. findet man hier bei East Bay express

Aktuell hat die Band ihre 2te CD rausgebracht - "A Perfect Alibi". Auf der Internetseite kann man da schon mal reinhören und natürlich auch bestellen. Mehr zur Band, die Musik, Fotos und Videos - hier auf der Lipstickseite

tintenfischalarm - ein Film über den Intersexuellen Alex von Elisabeth Scharang


„Tintenfischalarm“ nennt Alex die stressigen Situationen, in denen sie als 14jährige die forschenden Hände der Burschen, die sich zwischen ihre Schenkel drängen wollten, abzuwehren versuchte. Diese ersten sexuellen Erlebnisse waren mit der großen Angst verbunden, die Burschen könnten ihr Anderssein enttarnen. Alex ist intersexuell. Ein Zwitter. Ein Mensch, der die penible Einteilung der Welt in männlich und weiblich durcheinander wirft. Eines von zweitausend Babys kommt mit uneindeutigem Geschlecht auf die Welt. Bei Alex wurde diese Spielart der Natur im Alter von zwei Jahren auf Empfehlung der Ärzte chirurgisch korrigiert. Nach Amputation von Penis und Hoden und der Herstellung einer Scheidenplastik wächst Alex in einem kleinen Dorf zu einem Mädchen mit Kleidergröße XXL heran. Elisabeth Scharang begleitet Alexandra drei Jahre lang mit der Kamera. Die beiden gehen auf Reisen: durch Alexis Vergangenheit hin zu neuen Freunden. Vom holländischen Wattmeer bis an den kalifornischen Pazifik. Im Herbst 2003 beschließt Alexandra, ihr Leben als intersexueller Mann fortzusetzen. Aus Alexandra wird Alex Jürgen. Und aus einem Dokumentarfilmprojekt über Intersexualität entsteht die Geschichte über einen Menschen, der durch seinen Witz bezaubert und seine Sicht der Welt erstaunt.
(Auszug aus dem Pressetext zum Film)

Ausführliche Informationen, Bilder und Termine gibt es auf der www.tintenfischalarm.at Weitere Informationen zur Intersexualität und zu Alex auf der intersex-östereich-seite

Wird das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zum 01.08.2006 endlich in Kraft treten?

Es geht um das Antidiskriminierungsgesetz (so hieß es vorher) – zur Verhinderung oder Beseitigung von Benachteiligungen, im arbeits- aber auch zivilrechtlichen Bereichen, aus Gründen der Rasse, wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.


Die Historie, diese Gesetzes ist lang, viel zu lang
Die Richtlinie der europäischen Union, die es umzusetzen gilt, stammt bereits aus dem Jahr 2000. Der erste Gesetzentwurf stammt von 2004. Seit dem diskutiert und streitet sich die Politik. Der europäische Gerichtshof hat am 23.02.2006 die Bundesrepublik bereits abgemahnt, da sie bislang ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen ist.
Mit grossem Befremden ist festzustellen, dass Deutschland wieder einmal extrem weit „hinterher hinkt“.

Und nun spricht sich auch noch der Bundespräsident dagegen aus
Bei einer Veranstaltung in Stuttgart urteilte Köhler am Mittwochabend, das Antidiskriminierungsgesetz komme zum falschen Zeitpunkt. „Jetzt kann sich die Republik nicht erlauben, neue bürokratische Hemmnisse aufzubauen“, erklärte Köhler. siehe Artikel

Zu Recht ist die Empörung, gegen diese Äußerung groß. Ich finde, wer ein Antidiskriminierungsgesetz ein „bürokratisches Hemmnis“ sieht, ist nicht mehr zeitgemäß und sollte sich vielleicht besser auf Wanderschaft begeben.

Ein ganz guten Überblick zu den Gesetzentwürfen, Inhalten und der Historie kann man sich hier verschaffen.
Aktuelle Informationen zu den Grabenkämpfen gibt es hier – Arbeitsrechtblog

Therapien zur Geschlechtsumwandlung werden künftig in Toskana, Italien von der öffentlichen Hand finanziert

„Wir sind gegen jegliche Art von Diskriminierung auf Grund des Geschlechts. Transsexuelle sind mit dem Geschlecht nicht zufrieden, mit dem sie zur Welt gekommen sind“, sagt Enrico Rossi, Mitglied des Gesundheitsausschusses der Toskana. Der Regionalrat der italienischen Region hat diese Woche beschlossen, für die Medikamentenkosten aufzukommen, wenn Transsexuelle ihr Geschlecht ändern wollen.

Gibt es keinen einzigen bekennenden Homosexuellen unter den prominenten Fußballern?

Das fragt sich Klaus Wowereit, reg. Bürgermeister Berlins zu recht. Laut Maneo, vormals „Schwules Überfalltelefon Berlin“, ist die Homophobie bei den Fußballfans nach wie vor weit verbreitet.

Aus diesem Grund gibt es eine Plakataktion gegen Homophobie in Berlin
Auf den Plakaten küssen sich zwei Fußballspieler nach dem Torerfolg und darüber steht „Haust du deinem Lieblingsspieler dafür auch aufs Maul?“

Gleichheitsparade in Warschau letztendlich doch friedlich gelaufen

„Der CSD in Polen ist reibungslos und weitgehend gewaltfrei über die Bühne gegangen“ berichtet der „Warschauer Pakt 2006“. Aktuelle Infos, Berichte und Fotos findet ihr auf dem entsprechenden Blog.

Eine Zusammenfassung gibt es bei tagesschau.de

Das ist ein wichtiger Erfolg für die Toleranz und die Menschenrechte
Allerdings war das nur möglich durch die internationale Hilfe und den zunehmenden Druck von Seiten der EU - auch von der Kanzlerin. Ein Umdenken bezüglich Homosexualität hat es in Polen aber noch nicht gegeben.

Solange Europa zuschaut gibt man sich bemüht
Der Weg raus aus der Homophobie und hin zur Toleranz wird wohl noch länger dauern. Solange Homosexualität als „unnatürlich“ gesehen wird und Konservative ein angebliches „Sodom und Gomorrha“ in der Toleranz von gleichgeschlechtlicher Liebe sehen, so lange kann man leider kaum von Akzeptanz sprechen.
Siehe „Ein EU-TÜV für Polen“ bei der TAZ

Echt haarstreubendes Transsexuellen-Schicksal auf BILD.T-online.de

„Seit meiner Kindheit wusste ich, dass mit meinem Geschlecht etwas nicht stimmt. Ich trug gerne Kleider, spielte mit Puppen.“ Soweit erklärt da eine Doreen, vormals Michael, aus Halle ihre Transsexualität – das nenne ich mal eine klare und echt nachvollziehbare Diagnose. Und zwei Psychiater bestätigen diese.

Auch der weitere Werdegang ist beeindruckend simpel – fortan trug (jetzt) sie Röcke, schminkte sich und „damit der Busen wächst“ schluckte sie noch fleißig Hormone.

Folgerichtig - und da lässt (jetzt ja) Frau nichts anbrennen –noch mal eben die Namensänderung im Personalausweis eintragen und fertig ist die „echte“ Blondine. Der Ausweis wird als „überzeugender Beweis“ natürlich von BILD gleich mitgeliefert und kann vollständig (also mit allen Daten) eingesehen werden.
Auf dem Beweis prangt übrigens ein klasse Foto von Doreen, da wird die Story echt mal nachvollziehbar. Und die Passbildautomaten in Halle überzeugen mit gnadenloser Offenheit.

Und jetzt das – der Bürokraten-Irrsinn schlägt zu.
Aber keine Sorge, BILD greift ein und findet „Das einzige, was diese Blondine von einer „echten“ Frau unterscheidet, ist nur ein paar Zentimeter lang – ihr Penis!“

Also, ganz klar – weg damit.
Aber die Krankenkasse will nicht mitspielen und weigert sich die Kosten dafür zu übernehmen – „aus medizinischer Sicht nicht nötig“ – der Fall geht jetzt vor Gericht. Und da das dauern kann hat die Rentenkasse schon mal eine Einsehen und macht die 35-Jährige zur Frührentnerin.

Puh, was für eine dramatische Story, was für ein Schicksal.

Seit MiB wissen wir ja, dass die echten Tatsachen in großen Lettern geschrieben werden.
Wer es immer noch nicht glauben kann – alle Beweise und tolle Vorher-Nachher-Bilder von Michael-Doreen findet man hier bei BILD-T-online.de

Travestie (ital. travestare, verkleiden) und Transvestiten im Alltag

Alle Welt verkleidet sich - Richter, Polizisten, Kirchenvertreter, Sportler, Schützenvereine, Köche, ja sogar der Gemüsehändler um die Ecke (der trägt immer Kittel) – Travestie?

Im wörtlichen Sinn ja eigentlich schon - zugegeben, eine provokative These – vielleicht animiert das ja auch mal endlich zu ein paar Kommentaren meine kleine und bislang kommentarlose Leserschaft da draußen ;-)

Dennoch, finde ich, man kann das durchaus so sehen.
In allen Lebensbereichen machen Menschen durch ihre Kleidung klar, dass sie besonders oder zumindest doch anders sind als die anderen. Dazu setzten sich manche eigenartige, teilweise recht alberne Kopfbedeckungen auf (z.B. Köche), zwängt sich gerne mal in auffällige, teilweise auch auffallend schlecht sitzende, Klamotten (Schützenverein oder so) oder heben sich mit allerlei kostbarem Tand und teuren Kutten von ultra-ano-dazumal (oder wie kann man das bezeichnen) vom den anderen ab.

Wozu das ganze? Um anderen schon auf den ersten Blick klar zu machen, dass diese Person für die Zeit der Verkleidung ein anderer soziale Rolle annimmt und repräsentiert – Travestie, oder nicht?

Transvestitismus - das Tragen typischer Bekleidung des jeweils anderen Geschlechts, als temporärere Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität. Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung.
Die Grenzen zwischen der Travestie der "Wichtigen" und den Transvestiten sind diffus und die Übergänge fliesend, zumal der Glitter und Glimmer, oder z. B. die langen, wallenden Kleidungsstücke vieler offizieller Gewänder heutzutage ansonsten nur noch in der weiblichen Garderobe zu finden sind. Und dass die gesamte, vermeintlich männliche Garderobe, ganz selbstverständlich von allen Frauen gerne getragen wird, ist eh klar.

Wenn man es so betrachtet, dann kann man auch den MzF Transvestiten einen Ausflug im Fummel dann ja wohl kaum verwehren oder gar übel nehmen, oder?

Die Intention der Transvestie ist ja nun mal die gleiche, nämlich etwas anderes darzustellen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich bei den Transvestiten, die Verkleidung auf die Geschlechtsidentität bezieht.

„Das sieht aber nicht gut aus!“, heißt es da schon mal – das aber liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Und selbst wenn, was ist schon dabei? Das tut keinem weh, niemandem wird dadurch geschadet und wenn man Spaß daran hat.

Insbesondere MzF Transvestiten finden viele Leute irgendwie lustig, schräg und nicht respektabel – ihr Männer der Welt, probieren es doch mal selber aus – wenn ihr den Mut habt. Und das nicht ausgerechnet an Karneval, wenn sich eh schon alle verkleiden.

So ein Gang nach draußen kostet sehr viel Mühe, Überwindung und Mut.

Außerdem, wie fade wäre denn die Welt ohne Verkleidung. Ich finde es toll – es lebe die Travestie!
Und nur Mut Transvestiten – ihr seid echt nicht die einzigen, die sich verkleidet haben!

132 Beratungsadressen und Selbsthilfegruppen für Transgender

Ich habe mich endlich mal dran gemacht und die Rubrik "Beratung" ordentlich erweitert. Bislang sind das 132 Adressen (119 davon in Deutschland) von Beratungstellen und Selbsthilfegruppen für Transgender, Transsexuelle, Transvestiten, FzM, MzF und Intersexuelle.

Es ist sehr problematisch insbesondere bei den Selbsthilfegruppen möglichst aktuell zu sein und zu bleiben. Bestehende Selbsthilfegruppen werden schon mal geschlossen und anderen Orts wiederum neue gegründet. Auch Termine, Treffpunkte und Ansprechpartner können wechseln.

Aus diesem Grunde bin ich auf eure Mithilfe angewiesen. Informiert mich bitte über Neugründungen, Schließung oder Änderungen bei eurer Selbsthilfegruppe, dann kann ich die Einträge entsprechend ändern.

Ich würde auch gerne mehr internationale Gruppen und Beratungsstellen im Genderguide führen. Wenn ihr mir da helfen könnt wäre das toll.

Alle Einträge auf dem Genderguide sind kostenlos. Ich erwarte da auch keine Gegenleistung.
Ihr könnt die Einträge selbst machen - hier ist der Link
oder mir eine E-Mail schreiben - info@genderguide.de

Hauah, hauah – gibt das am Samstag „polnische Zustände“ in Düsseldorf? CSD + Nazi-Demo + 3 Gegendemos + über 1.000 Polizisten

Ich kann es kaum glauben, was ich da lese. Hätte man nicht wenigsten versuchen können die Demos terminlich von einander zu trennen? Muß das am gleichen Wochenende stattfinden?

Von einem Verbot hat man ja schon gleich im Vorfeld abgesehen, da das „mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Gericht gleich gekippt“ worden wäre – ein Versuch wäre ja auch schon mal ein positives Signal gewesen, oder?

Und wie kommt es, dass diese „Demos“ ausgerechnet am CSD-Wochende stattfinden müssen? Hätte die Stadt nicht wenigstens darauf bestehen können, dass die Nazi-Demo an einem anderen Termin stattfindet, wenn man das schon nicht zu verhindern versucht. Andere Städte kriegen das doch auch hin.

Mir macht das schon Angst. Aber gerade deshalb werde ich hingehen und Flagge zeigen.

amnesty International dokumentiert Übergriffe gegen Angehörige sexueller Minderheiten in 30 Ländern

Weltweit werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transvestiten Opfer von Folter und Gewalt. Sie werden sexuell misshandelt, medizinischen und psychologischen Zwangsbehandlungen unterworfen oder gezwungen aus ihrem Heimatland zu fliehen.

In mehr als 70 Staaten gelten homosexuelle Beziehungen als Verbrechen. In einigen Fällen werden sie sogar mit dem Tod bestraft.

Auf der Seite von Amnesty International findet man eine erschreckend lange und umfangreiche Liste von Vorfällen. Und das betrifft nicht nur Schwellenländer. Ganz oben tauchen da auch die USA, Polen, Süd-Korea auf. Findet man unter Libary->Sexual Orientation.

Und man kann was dagegen tun
Geht an die Öffentlichkeit, unterstützt Amnesty International und/oder ander Organisationen und macht auf euren Seiten auf diese Zustände und Vorfälle aufmerksam.

Support Amnesty International

Schändlicher Übergriff auf Transvestiten und Transsexuellen in Ankara, Türkei

»Die ›A-Mannschaft‹ ist die Privatarmee von Melih Gökcek, dem Bürgermeister von Ankara«, behauptet Sezer. »Eine ihrer Methoden besteht darin, uns die langen Haare mit einem Säbel, vergleichbar einem Dönermesser, abzuschneiden. Das tut weh und demütigt. Dabei beschimpfen sie uns als ›Perverse‹ und ›dreckige Nutten‹.«

»Yagmur ist sehr übergewichtig«, erklärt Sezer, »sie konnte nicht weglaufen. Sie haben sie mit ihren Knüppeln brutal zusammengeschlagen.«

Und die türkische Polizei sah keinen Anlass einzugreifen
»Am Tag nach dem Angriff ging Sezer mit einer Gruppe Transvestiten zur Polizei, um sich zu beschweren. Er lacht inzwischen selbst darüber, dass sie versuchten, dort Hilfe zu bekommen, denn im Allgemeinen schikaniert die türkische Polizei Transvestiten und Transsexuelle gnadenlos

Soweit Zitate aus dem Bericht von Sabine Küper-Büsch, junge-world.com zu den brutalen Überfällen vom 14.-17. April in Ankara, Türkei. Den gesamten Bericht findet man hier.

Warum? Wo ist der Sinn?
Was treibt diese brutalen und heimtückischen Schläger an, das frage ich mich. Was macht aus einem Bürger einen niederträchtigen Verbrecher gegen die Menschlichkeit – und das ist man, wenn man ohne Grund andere Menschen zusammenschlägt, schikaniert und demütigt.

Genau so schändlich und verachtungswürdig finde ich es, wenn an anderen Orten Türken oder Leute türkischer Herkunft angegriffen oder gar zusammengeschlagen werden.

Ja, so schnell können sich die Rollen nämlich umdrehen, was diesen Leuten wohl offensichtlich auch nicht klar ist. Wie heißt es da so treffend: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“

477 Adressen: Shops, Dienstleistungen, Locations und Hilfe bei Genderguide.de - dem Branchenbuch für Transvestiten, Transsexuelle, Transgender, Drag

Wir haben uns ja zur Aufgabe gestellt, trans-freundliche Geschäfte, Dienstleister, Kneipen, Hotels und Locations zu sammeln.
Wo können Transvestiten ohne Scheu einkaufen gehen? Wo finden Transsexuelle kompetente Beratung? Wo feiert die Transgender Community? Wo gibt es die besten Federboas für Drag Queens und wo die besten Bärte für Drag Kings?

Zur Zeit umfasst unsere Liste schon 449 Einträge.
Wenn ihr einen Tipp habt, schreibt einfach an info@genderguide.de.
Wenn ihr selber ein Angebot für die Trans-Gemeinde habt, meldet euch ebenfalls.
Der Eintrag in unserem Verzeichnis ist kostenlos. Mehr darüber im Menü-Punkt „Hier eintragen“.

Viel Spaß beim Surfen und viele schöne Erlebnisse

Wünscht das Genderguide.de-Team

Wo gibt es Hormone für Transsexuelle aber auch für Transvestiten und Fetischisten?

Ich habe mal wieder eine Anfrage gehabt ob ich denn nicht eine Adresse wüsste oder empfehlen könnte.

Ich respektiere den Wunsch und das Begehren auch diese Grenze zu überschreiten. Insbesondere bei MzF hat sich da ja meist über die Jahrzehnte hinweg ein enormer Tatendrang angestaut. Viele Träume und Wunschvorstellungen gilt es endlich umzusetzen. Und dann soll auch alles sehr schnell und möglichst final umgesetzt werden.

Aber ich selbst weiß nicht viel über Hormone. Das, was ich aber darüber weiß ist, dass sie sehr, sehr mächtig sind. Das sind keine Zauberpillen, mit denen mal eben eine Busen bekommt oder ein Bart wächst. Hormone verändern vor allem die Persönlichkeit – kennt man ja von den Teenagern.

Man selbst merkt das wahrscheinlich gar nicht so sehr, da solche Prozesse sehr langsam passieren. Euer soziales Umfeld merkt das aber sehr wohl – starke Stimmungsschwankungen, Depressionen, Persönlichkeitsveränderung und mehr, wenn man Pech hat.



Falsch dosiert können Hormone, selbst unter ärztlicher Aufsicht, zu irreparablen schweren Schäden führen. Wie groß der Einfluss der Hormone ist und welche Auswirkung sie auf die gesamte Person haben kann kein Arzt oder Wissenschaftler in seiner ganzen Komplexität voraussagen. Da wird man zum Experiment und kann nur testen, der Rest ist beten und hoffen.

Ich finde das Wunschgeschlecht sollte man vor allem (er)leben und nicht als Pille einnehmen oder gar gleich um-, dran- oder wegoperieren. Die wundersame Verwandlung durch die Medizin ist nicht möglich. Die kann nur den Körper ändern. Ob Frau, Mann oder ein drittes, viertes... Geschlecht – das passiert in deiner Seele und die kann nicht verändert werden.

Schneller, einfacher, billiger und gänzlich ohne Risiko geht eine Veränderung der sekundären Geschlechtmerkmale (Bart, Busen, Hüfte, Haare, etc.) mit den zahlreichen technischen Innovationen.

Silikon, Elasthan und tollem Erfindergeist sei dank gibt es ja eine nahezu unbegrenzter Vielfalt an Möglichkeiten. Da ist für jeden Geschmack und Wunschvorstellung was dabei. Morgen hätte ich gerne Doppel-D oder 32cm – kein Problem. Einfach bestellen und morgen schon kann’s losgehen.

Und wer nicht weis wo man so was kriegen kann - alleine auf dem Genderguide hab ich schon 15 Adressen nur für Brustprothesen zusammengesammelt. Und auch Adressen für Bodyformer und die Wunschgemächter findet ihr da.

Transsexuelle stirbt in Portugal einen schrecklichen Tod, nachdem sie von Jugendlichen 3 Tage lang gefoltert, vergewaltigt und liegen gelassen wurde.

Und diese unfassbar schreckliche Tat einer Gruppe von Zwölf- bis Vierzehnjährigen soll möglichst heruntergespielt werden und unverhältnissmässig geringen Folgen auch für die Täter bleiben. Die Politik ignoriert den Fall, die Justiz sieht die Tat als „simple Gewalttat“. Die Kirche mutmaßt, dass das Opfer die Jugendlichen belästig hätte und die Presse folgt dieser Darstellung und stellt die Tat entsprechend falsch dar. (soweit die Informationen vom European TransGender Network, zu finden unter folgendem Link)

Ich finde das untragbar und beschämend für ein Land, das demokratisch, überwiegend katholisch ist und der europäischen Gemeinschaft angehört. Eine Schade, wie die portugisische aber auch die europäische Politik den Fall kommentar- und konsequenzlos ignoriert. Und untragbar, dass die katholische Kirche sich gar ja noch auf die Seite der Täter stellt, in dem sie eine „Rechfertigung“ für eine solche Tat zu kennen glaubt.

Nein für so ein Verbrechen gibt es keine Rechtfertigung und keinen Grund. Transsexuell oder nicht transsexuell – Folter, Vergewaltigung und unterlassene Hilfeleistung sind schwerste Verstöße gegen die Menschenrechte und die Menschlichkeit.

Wer etwas dagegen unternehmen möchte kann sich an den Protestaktionen am 8. Juni 2006 beteiligen und sich auch auf der Seite des European TransGender Network eintragen – hier ist der Link dazu.

„Falls wir wieder auf die Welt kämen, dann wäre ich sehr neugierig darauf, eine Frau zu sein.“

Wer hat’s gesagt? Wer war’s?
Der „Kaiser“, der Fussballer, der Franz Beckenbauer hat es gesagt.

Ich zappe so du die Programme und da läuft auf 3sat gerade „Audienz beim Kaiser“, ein Dokumentarfilm von Ciro Cappellari, André Heller und Maybrit Illner, Deutschland 2005.

Mein Interesse an Fussball ist ehrlich gesagt minimal, aber just, da kommt das Gespräch auf das Thema Reinkarnation:

Frage: Sie glauben an Reinkarnation?
Antwort Franz Beckenbauer: „Ich glaube an die Unsterblichkeit der Seele. In welcher Weise wir genau wiederkommen, sei es in geistiger oder in stofflicher Form, dies kann niemand sagen. Falls wir wieder auf die Welt kämen, dann wäre ich sehr neugierig darauf, eine Frau zu sein. Im Übrigen glaube ich auch an Schutzengel. Ich habe bestimmt zwei oder drei Schutzengel. Die spürst du manchmal, wenn du sensibel bist.“

Da war ich platt
Und überrascht, positiv überrascht. Da habe ich Franz Beckenbauer echt mal unterschätzt. Ich kannte ja bislang nur den Kaiser, den Präsidenten, den Fussballexperten oder was auch immer – die offizielle Person eben. Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten, etc. – nichts was mich persönlich interessieren würde.
Und dann erzählt die Privatperson Franz Beckenbauer von seinen Überzeugungen, seinem Glauben an Reinkarnation und dem Wunsch als Frau wiedergebohren zu werden. Oder genauer gesagt eigentlich als Mutter. Denn seine Wunschtraum wäre es, dann als Frau, Kinder gebähren zu können.

Ich fand das sehr symphatisch und weise.

Weitere Informationen
Das gesamte Interview kann man hier nachlesen.(PDF zum download)
Infos zu dem Film findet man hier bei ARTE

Und hier noch ein traumhaft schöne Fee von Josh Gosfield, der solche Wünsche und natürlich auch alle anderen Wünsche entgegennimmt - auf das Bild draufklicken, dann geht's los

Angel

"Obsessively shoe obsessed" – das Geständniss eines Nicht-Schuh-Fetischisten und für Männer

Ja, ich habe viele Schuhe, Damen- und Herrenschuhe. Wie viele weiß ich gar nicht. Ich hab auch gar nicht vor sie zu zählen. Wichtig ist für mich persönlich nur, dass es auf jeden Fall nicht genug sind;-) - bin ja keine „Jägerin und Sammlerin“.

Und ein Fetisch ist es auch nicht, da bin ich mir sicher. Schließlich hab ich mehr Herren als Damenschuhe ....... glaube ich. Und die Damenschuhe haben keinerlei sexuelle Bedeutung für mich, auch wenn ich sie trage. Nein, ich würde es mal als ein „Schuhtick“ bezeichnen. Dazu könnte ich stehen.

Trotzdem sind Schuhe für mich viel mehr als ein Teil des Outfits. Mit Schuhen kann ich meine Stimmungen ausdrücken. Und so kaufe ich auch meine Schuhe – ich suche sie nicht, nein ich finde sie. Wenn ich Schuhe suche, dann finde ich keine.

Ich habe:
Natürlich meine Lieblingsschuhe, mehrere – wenn ich die trage heißt das „Alles ok so, alles grün, ich bin sicher und nehmt mich, wie ich bin.“

Dann habe ich aber noch:
Die Ich-mach-Eindruck-Schuhe“ – das heißt dann „So, hier bin ich und wagt es blos nicht mich....(was auch immer)“. Das sind dann die Modelle, mit dem lauten Klick-Klack. Und solche gibt es auch bei den Herrenmodellen.

„Die-muss-ich-jetzt-haben-Schuhe“ – die trage ich zwar sehr selten, bzw. gar nicht, da sie meist unbequem sind und/oder nur zu einem Outfit passen (was inzwischen schon längst nicht mehr aktuell ist, könnte aber wieder kommen). Viel wichtiger ist hier der Akt des Einkaufens gewesen. „Die-will-ich-auch-Schuhe“ – damit bringe ich meine Bewunderung für eine Person zum Ausdruck, in dem ich es ihr gleich tue. Das sind bei mir eigentlich fast ausschließlich Damenmodelle;-) „Die-sind-praktisch-Schuhe“ – zeigen, wie vernünftig ich sein kann, passen zu vielem, sind bequem und meist schwarz, blau oder weiß (das natürlich nur die Sneakers). „Die-ganz-besonderen-Schuhe“ – wer die zu sehen bekommt darf das als höchste Anerkennung oder großes Interesse (winky-wink) verstehen. Für den schnöden Alltag und den Rest der Welt sind diese nämlich viel, viel zu schade.

Übrigens, noch ein Hinweis für die Herren-Damen
Auf dem Genderguide findet Ihr aktuell 53 Shops aufgelistet, die insbesondere auch Damenschuhe in Übergrößen führen. Findet ihr hier.

Und zu guter Letzt (das ist doch schön) noch ein schönes Fundstück, passend zum Thema




das steht übrigens übrigens ganz treffend "Obsessively shoe obsessed" (Offensichtlich Schuh besessen) - nur falls das nicht zu lesen ist, ist ja etwas unscharf

Transsexuelle/er für ein Portrait auf ZEIT Online, dem Portal der renommierten Wochenzeitung „DIE ZEIT“ gesucht

Eine engagierte Journalistin möchte im Auftrag der Radaktion von ZEIT Online ein Portrait über einen transsexuellen Menschen (FzM oder MzF und möglichst aus dem Ruhrgebiet) verfassen und hat sich aus diesem Grund an mich gewandt, ob ich da nicht einen Kontakt herstellen könnte.

Wir hatten ein sehr nettes Telefongespräch und dann ist es ja auch für das bekannte Onlineportal der Wochenzeitung DIE ZEIT – mein Eindruck ist also durchweg positiv und ich denke, das könnte bestimmt eine schönes Sache werden.

Hier also ihr Aufruf (und da mein Blog ja nicht so viele Leute erreicht habe ich den auch an das allseits bekannte transgender-net zur Veröffentlichung weitergeleitet und auch an das Drag Kingdom, in der Hoffnung, dass man den Aufruf auch dort publiziert)

Hallo liebe "Transgender"-Mitglieder,
mein Name ist Almut Steinecke, ich bin 33 Jahre alt und freie Journalistin. Ich möchte im Folgenden einen journalistischen Aufruf starten und hoffe, dass ich damit nicht die Atmosphäre bzw. den Frieden in eurem Forum beeinträchtige. Solltet ihr das doch so empfinden, möchte ich mich vorab entschuldigen und sagen, es nicht meine Absicht ist, zu stören aber ich lasse es jetzt ganz einfach mal auf einen Versuch ankommen.

Im Auftrag der Redaktion von ZEIT Online, der Internet-Redaktion der Wochenzeitung DIE ZEIT möchte ich ein Portrait über einen transsexuellen Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren verfassen, einen Mensch also, der unglücklich ist mit seinem Geschlecht und gerade auf dem Weg ist, dieses mittels Operationen zu wechseln. Es kann aber auch ein Mensch sein, der es bereits geschafft hat, seiner Gefühlswelt die richtige „Haut“ überzustreifen, den Wechsel in sein Wunschgeschlecht also bereits komplett vollzogen hat und sich von einer Frau in einen Mann umoperieren ließ, bzw. von einem Mann in eine Frau.

Ich hoffe, meine Worte kommen nicht zu „hart“ oder zu „kalt“ bei euch an, denn ich bin nicht hart oder kalt bei der Sache, im Gegenteil: Mir ist bewusst, um was für ein sensibles Thema es sich handelt, dass es als solches auch unbedingt zu behandeln gilt. Aus diesem Grunde wäre es mir sehr wichtig, das Interview mit „ihm“ oder „ihr“ persönlich von Angesicht zu Angesicht zu führen.

Da ich in Bochum lebe und arbeite, wäre es notwendig, dass mein Interviewpartner aus dem Ruhrgebiet oder vielleicht sogar aus Bochum käme. Ich würde mich freuen, wenn derjenige oder diejenige den Mut besitzt, sich für meinen Artikel mit vollem Namen und mit einem Foto zu outen. Nicht, um jemanden vorzuführen. Sondern um meiner Geschichte soviel Authentizität wie möglich zu verleihen. Gleichwohl wäre das der Idealfall für mich als Journalistin. Wenn mein Interviewpartner im Portrait lieber anonym bleiben mag, hätte ich dafür absolut Verständnis.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch so schnell wie möglich bei mir melden würdet. Ihr erreicht mich per E-Mail unter: almut.steinecke@web.de.

Ich hoffe, dieser Aufruf hat möglichst keine negativen Gefühle bei euch ausgelöst. Ich selbst war mal vor längerer Zeit privat aktiv in einem Liebeskummer-Forum und weiß, wie es sich angefühlt hat, wenn Journalisten sich mit ihren vergleichsweise nüchtern erscheinenden Anfragen damals in unser Forum eingeklinkt hatten. Nun bin ich auf der anderen Seite und hoffe, auf ein positives Feedback.

I will survive (Jesus Version)

Sind Transvestiten Fetischisten?

Nein, das eine bedingt nicht das andere, auch wenn insbesondere MzF Transvestiten in der Öffentlichkeit oft fälschlicher weise als Fetischisten abgestempelt werden.

Insbesondere von der Presse würde ich mir wünschen, dass man sich vorab mal genauer mit dem Thema beschäftigt, bevor man mit diesen Begriffen wild um sich schmeißt nur um des Effektes willen.

Ich habe hier eine klärende Definition (natürlich bei Wiki) gefunden, die hoffentlich hilft Transvestiten nicht gleich und pauschal in die falsche Schublade zu stecken:

„Unter Transvestitismus wird das Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts als Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität verstanden. Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung und keine spezifisch homosexuelle Erscheinung.

Rollen- und Namenstransvestitismus
Bei einigen Transvestiten ist der Fetisch im Hintergrund und sie fühlen sich TEMPORÄR wohl in der entgegengesetzten Geschlechtsrolle. Sie wollen in dieser Zeit auch im Gegengeschlecht wahrgenommen und behandelt werden. Kennzeichnend ist bei dieser Variante, daß es selten zu Rollenüberzeichnungen kommt. Natürlichkeit wird angestrebt. Dennoch nicht der komplette Wechsel wie bei der Transsexualität, sondern nur temporär. Es besteht jedoch eine Grauzone und eine Schnittmenge hin zur Transsexualität. Viele dieser Transvestiten "werden" später transsexuell.

Diese Variante des Transvestitismus ist weitgehend unabhängig von der sexuellen Präferenz; im Gegenteil sind die meisten dieser Transvestiten heterosxuell veranlagt. Oft leben sie ihr zweites Dasein heimlich aus, ohne daß ihre Partnerin etwas davon mitbekommt. Es bestehen häufig Scham und Schuldgefühle.“ (Wikipedia)

Und dann sind Dragqueens und Travestie-Künstler auch nicht gleich Transvestiten oder transsexuell.

„Unter sexuellem Fetischismus (aus dem lateinischen facere - machen, tun und dem portugiesischen feitico - Zauber, Wahn) versteht man eine sexuelle Orientierung auf unbelebte Gegenstände, eine Paraphilie, eine Variante der Sexualität, bei der ein Mensch im Zusammenhang mit Gegenständen, Handlungen oder Situationen eine sexuelle Lust verspürt.“ (Wikipedia)

Meine Meinung
Nicht alleine die Presse sorgt für Verwirrung. So ich habe es immer wieder erlebt, dass auch die Leute selbst sich falsch einschätzen. Das geschieht bewusst oder unbewusst. Aber wenn man bedenkt, dass es zumindest bei den MzF Transgendern, auch eine Hackordnung gibt, dann liegt es nahe, dass Mann sich lieber als Transsexuelle sieht. Die stehen nämlich ganz oben bei der gesellschaftlichen Anerkennung innerhalb der Transgenderszene.

Transvestit und transvestitischer Fetischismus (den gibt es natürlich auch) dagegen sind, selbst innerhalb der Szene, negativ besetzt. So habe ich das zumindest wahrgenommen. Und da ist es ja nur menschlich, dass man sich damit nicht identifizieren möchte und kreativ mit den Begriffen jongliert.
You Are 10% Boyish and 90% Girlish

Even if you're not a girl, you're very feminine.
You're in touch with your feelings, and your heart rules you.
A bit of a emotional roller coaster, one moment you're up and the next you're down.
But no matter what, you try to be as cute and perky as possible.

Nächstes White-Ladies Frauenfest am 2. Juni 06

"Unsere Veranstaltungen in München werden von Femmes, Butches, Ladies, Drag Kings, Vamps, KV's ab 18-88J., besucht." (Zitat von der butch-femme-Seite)

Toll ist:
Die Party findet regelmäßig, also einmal im Monat statt. Immer am ersten Freitag im Monat - da braucht frau also nicht lange warten, bis die nächste Gelegenheit zum abhotten kommt.

Und auf dieser Party wird ausgiebig getanzt;-) Einen ersten Eindruck von der Stimmung bekommt frau auf der umfangreichen "Foto"-Seite. Ich finde das kommt gut - sieht nach einem eher kleineren Club aus und es ist voll. Soweit man das anhand der Fotos sehen kann sind alle Altergruppen vertreten. Ich würde mal schätzen von 20-40+. Es gibt auch Chill-Ecken, für 'n bisschen ruhigere Momente.

Das Publikum besteht natürlich umbewiegend aus Frauen - logisch, ist ja auch das Frauenfest. Ein paar MzF sind aber auch darunter. Die paar Männer gehören glaube ich zum Team.

Und das Gästebuch wird auch fleißig genutzt - für Musikwünsche, Neuankündigungen und alles was mit den Parties zu tun hat.

Und dann gibt es noch diverse Sonderveranstaltungen.
Die nächste ist am 26. Mai 06 - Die offizielle ROSENSTOLZ AfterShowParty im NY.Club
Am besten frau bestellt sich den Newsletter, damit frau das auch alles rechtzeitig mitbekommt. Oder eben mal öfters im Gästebuch nachschauen, da werden die Sonderveranstaltungen auch angekündigt.

Big Lips! - Yippy, schon mal eine super Kostümidee

Big Lips!
Big Lips!,
originally uploaded by Broken Lens.

Der 3. TransStreetDay - vom 07.-11. Juni in Dresden



Weiblich? Männlich? Menschlich!

3. Trans-Street-Day in Dresden ­ 07. bis 11. Juni 2006

Auch in diesem Jahr beteiligen sich Transfrauen und -männer aus ganz Sachsen mit dem Trans-Street-Day (TSD) am Christopher Street Day in Dresden.
Gemeinsam mit Lesben und Schwulen treten wir ein für mehr Aufklärung, Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft und das Recht auf Entscheidungsfreiheit bei der Lebensgestaltung.

Das diesjährige Motto "Dresden gibt es 800 Jahre - Schwule, Lesben, Transen
schon immer und überall!" könnte auch heißen: "Wir leben mit und unter EUCH
­ erkannt oder unerkannt, als NachbarIn, Kollege/ Kollegin, FreundIn ..."
Dresden ist dabei für "Transen" eine Stadt mit Geschichte. Hier wurde im
Jahr 1930, eine der ersten bekannt gewordenen Geschlechtsangleichenden
Operation vorgenommen. Sie ermöglichte dem dänischen Maler Einar Wegener ­
ein Leben als Frau zu führen. Als Dank nannte sie sich Lili Elbe.

In der Woche vom 07.06. ­ 11.06.2006 gibt es ein vielfältiges TSD -Programm
mit Veranstaltungen, Foren und Partys. Höhepunkt ist die Parade durch die
Dresdner Innenstadt am Sonnabend.

Im Anschluss an die Parade, besteht am TSD-Infostand beim Straßenfest auf
dem Dresdner Altmarkt, für alle Interessierten die Möglichkeit sich zum
Thema Trans* zu informieren und mit uns in Gespräch zu kommen. Unseren Spaß
am Leben zeigen wir zum TSD natürlich auch, so zum Ball, oder bei einer
Abendveranstaltung mit Lilo Wanders.

Ausführliche Informationen zum Trans-Street-Day und zum Programm.

Manche Transsexuelle sind NICHT wirklich Transsexuell – sondern Androgyn! Und was ist ein Guydyke oder Girlfag?

Auf der Suche nach einem Begriff für die eigene Identität kann man sich echt mal bei der Vielfalt der Definitionen verlieren. Und wenn nichts so richtig passen will bleibt einem nur die weitere Suche, bis dann endlich auch mal für einen selbst ein lauschiger Hafen im großen Meer der Begriffe gefunden ist.

Es ist ja nur ein Wort, aber wenn es passt, dann ist es doch ganz schön. Endlich nicht mehr alleine, man/frau kann sich das auf’s T-Shirt drucken lassen, damit kuscheln, sich das ans Herz drücken, es laut aussprechen. Man kann damit Gleichgesinnte finden, denen es genauso geht und man kann der Welt da draußen endlich mal einen klaren Anhaltpunkt geben wie man nun denn gestrickt ist.

Und es gibt auch weitere Anhaltspunkt für neue Begriffe, die die eigene sexuelle Ausrichtung klarer definieren – sehr hilfreich, wenn man auf der Suche noch Kontakten ist.

So gibt es androgyne Männer, der sich zu bisexuellen Frauen hingezogen fühlen, das sind dann „male lesbian“ – und werden Guydyke genannt.

Und dann gibt es androgyne Frauen, die sich zu bisexuellen Männer hingezogen fühlen, das sind dann „female gay man“ – oder eben Girlfag.

Hab ich das richtig verstanden?
Noch weitere Fragen?
Sind Genderqueers gleichbedeutend mit Androgyn? Auf diese und noch weitere Fragen könnte diese Internetseite geben. Man findet dort auch einige weiterführende Links zu Androgyn und mehr.

Das findet man bei Wikipedia zu androgyn.

Please Do Not Disturb - 起さないでください

Auf der Suche nach einem Foto von dem Platz in Wien hab ich das hier gefunden - fand ich dann auch passend;-)

Was ist 5cm hoch, rosa, feucht und das wird gibt es nur in Wien geben?

Jepp, das QUEER-Mahnmahl für die homosexuellen und transgender Opfer des Nationalsozialismus ist gemeint. Mit allerdings 400qm Fläche unübersehbar. Und das am Morzinplatz, also an zentraler Stelle in der Innstadt von Wien.

Nach über 60 Jahren?
Da darf man das schon auch kritisch beleuchten, oder? Auch wenn es allgemein ja heißt, dass man in Alpennähe langsamer spricht und vielleicht auch langsamer denkt (ich komme selbst aus dem Süden, dann ist so eine Bemerkung erlaubt). Aber über 60 Jahre bis zu diesem Entschluss? Worüber hat man da diskutiert und/oder nachgedacht? Darf man ja mal fragen.

Der Künstler - Hans Kupelwieser
Der ist allerdings erst 58 Jahre alt, Vertretern der postmedialen Skulptur und wer mehr über in wissen möchte – hier ist die Visitenkarte des Künstlers und noch eine etwas ausführlichere Seite mit Vita, Abbildungen und Texten.

Und warum Que(e)r?
„Durch das Bassin zieht sich der Schriftzug "Que(e)r", der an den üblichen Begriff für von der heterosexuellen Norm abweichende Spielarten der Liebe, "Queer", gemahnen soll. Mitassoziiert solle aber auch der deutsche Begriff "Quer" werden, etwa in "Querdenker", so Kupelwieser bei der Präsentation des Projekts am Montag.“ So erklärt das die Kleine Zeitung auf ihrer Webseite.

Aber was hat „Quer“ jetzt mit Homosexualität oder Transgender zu tun?
Das wird dann wohl das Geheimnis des Künstlers bleiben. Oder wollte man vielleicht gar nicht soooo eindeutig sein. Und vielleicht löst sich die rosa Lebensmittelfarbe, die für den schwulen Touch sorgen soll, ja auch ganz schnell wieder auf. Hallo, in Wien regnet es ja nie. Auf die Lösung darf Mann und Transgender gespannt sein.
Zum Glück gibt es ja bereits ein Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Gelände. Nur sind da die Homosexuellen und Transgender wohl nicht mit gemeint.

Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
Aber so richtig begeistert und überzeugt bin ich nicht, wenn ich an die tausende NS-Opfer denke, die wegen ihrer Sexualität ermordet worden sind. Und Texte wie „"QUE(E)R" ist ein offener Platz für eine offene Gesellschaft. Der Rosa Platz ist Treffpunkt, Ort der Kontemplation oder ganz einfach ein angenehmes Nass für strapazierte Füße.“ Wie es u.a. auf der Webseite zum Mahnmal heißt, helfen da auch nicht sonderlich. Eher bleibt der Eindruck, dass man wohl bemüht ist den inhaltlichen Dreh hinzukriegen, das gelingt aber nur sehr bemüht und unentschlossen.

Wenn ich da an das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka denke.

Hier ist die offizielle Seite zum geplante Denkmal inkl. Jurybegründung und einer ausführlicheren Beschreibung.

Sind Transgenderthemen „Spam“ oder gar „Fragwürdige Inhalte“? Blogger sagt NEIN, und ich sage danke!

Seit neustem mußte ich jeden neuen Blog mit einem Wort bestätigen. Diese Funktion kannte ich jetzt auch noch nicht. Auf jeden Fall soll damit ja gewährleistet werden, dass tatsächlich ein Mensch hier für die Inhalte sorgt. Soweit so gut, diese Funktion nutze ich bei den Kommentaren auch.

Auf jeden Fall können Blog auch von Usern als eventuelle Spam-Blogs markiert werden. Die Einstellung gibt es oben rechts in der Blogger-Menüleiste – sieht aus wie ‚ne kleine Flagge. Damit meldet man den markierten Blog als eventuellen Spam-Blog, oder eben als Blog mit fragwürdigem Inhalt.

Das hatte zur Folge, dass ich eben jede Veröffentlichung mit einem Wort bestätigen musste, solange Blogger meinen Blog nicht überprüft und wieder freigegeben hatte. Nervig war für mich ist vor allem, dass ich nur direkt über die Blogger-Page veröffentlichen konnte. Na denn, mal vielen Dank noch an wen-auch-immer.

Es ist auf keinen Fall meine Absicht irgendjemandem mit fragwürdigen Inhalten zu belästigen.

Schön, dass das Blogger Team das auch so sieht. Hab soeben folgende Mail bekommen:
Your blog has been reviewed, verified, and cleared for regular use so that it will no longer appear as potential spam. If you sign out of Blogger and sign back in again, you should be able to post as normal. Thanks for your patience, and we apologize for any inconvenience this has caused.

Sincerely, The Blogger Team

A gender-bending, fire-breathing, tassel-twirling, post-punk rock ‘n roll prom!

Verdammt – damit ist mir endgültig und definitiv klar, dass ich immer auf den falschen Partys war ;-) so eine verfi.... mega kacke (darf man so auf blogger schreiben?)

Die Party ging ab in New York (klar wo sonst) zur Premiere von „Team Queen“ – einem Musikvideo der queer-post-punk Band „Triple Cream“ und den besten Burlesque-Stars New Yorks.

Regie: Leah Meyerhoff
Laufzeit: 3:30

Termine:
die Premiere war ja schon, aber schon am 17. Mai geht es weiter auf dem Lost Film Fest in Brooklyn, NY. Und dann gibt noch einige Festivals auf denen das Video gezeigt wird. Leider sind die alle in USA und Canada.

Die Story: Das neue Mädchen in der Schule wird in ein auf den Kopf gestelltes madhouse von High School hellcats geworfen. Die Cheerleadern sind Gegenkraftköniginnen, sind die Sonderlinge nymphomaniacs, atmen die Punks Feuer, und das Abschlußballband ist keines anders als das Allmädchen, post-Punk Phänomen Dreiergruppe Creme.

???Naja, das ist die (für diesem Fall) fast geniale Übersetzungsfunktion von Yahoo. Erstaunlich, was man da für umsonst bekommt, oder?

Mehr Informationen
Ein Trailer vom Video, Fotos von der Premieren-Party, Stills von der Produktion, einiges zu den Mitwirkenden und Machern, Links und weiter Infos findet man auf der Homepage der Regieseurin – Leah Meyerhoff.

Weiter Fotos gibt es auch noch auf der Seite der Fotografin Sarah Small

Radiosendung zu Transgenderthemen von Transgendern gemacht

jeden 1., 3. u. 5. Sonntag im Monat um 13.00 Uhr
OKB UKW 97,2 / Berliner Kabel 92,6 und Live Stream (online)

Transgender machen Radiosendungen zu Transgenderthemen
Finde ich eine tolle Sache, hatte ich bislang leider noch nichts von gehört. Und das obwohl die Sendung schon seit Anfang 2004 ausgestrahlt wird. Naja, Sonntag 13:00 Uhr ist dann auch nicht gerade die Zeit, wo ich am Radio hänge und an den Knöpfen drehe. Ich weiß auch gar nicht ob ich die Sendungen überhaupt empfangen könnte. Macht aber nichts – es gibt auch einen Live Stream und der funktioniert ja online.

Informationen zum Transgender-Radio, den Sendungen und die Termine findet man auf der Homepage. Es gibt auch ein Archiv mit den bislang gelaufenen Sendungen und teilweise weiterführenden Links zu den Themen. Leider, leider findet man im Archive aber nur Texte zum nachlesen und keine Audiofiles, Podcast oder ähnliches.

Und jeder Interessierte ist herzlich willkommen bei dem Projekt mitzumachen.

Nächster Sendetermin: 21. Mai um 13:00 Uhr
Themen: Transgender und BDSM / Transgender-ABC, Folge 4
Hier ist der Link zum Transgender-Radio

Grußbotschaft des Dalai Lama an die Schwulen, Lesben, Bisexuelle und Transgender

Zitat aus der Grußbotschaft zur Eröffnung der 23. ILGA Weltkonferenz in Genf:
„... Seine Heiligkeit ist tiefst besorgt über die Berichte von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender Personen.

Seine Heiligkeit missbilligt jegliche Gewalt und Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Gender und fordert nachdrücklich Respekt, Toleranz und vollständige Anerkennung der Menschenrechte für alle.“
(Genf, 30. März 2006, Mr. Kelsang Gyaltsen, Envoy of H.H. The Dalai Lama)

Naja, ist schon ein paar Wochen her und für viele wird die Message nicht gerade neu sein. Aber ich hatte das noch nicht mitbekommen. Und vielleicht geht das ja auch dem ein oder anderen Besucher von meinem Blog so.

Mir war das auf jeden Fall sehr wichtig und ich bin irgendwie schon gerührt und fühle mich auch persönlich angesprochen.

Vielleicht auch, oder gerade weil ich eine solche Botschaft schon auch gerne von Seiten der offiziellen katholischen Kirche und der bundesdeutschen Politik gehört hätte. Sicher, zum CSD und anderen Großveranstaltungen finden sich immer wieder, auch namhafte Politiker und Offizielle ein. Aber wie glaubwürdig ist das? Zumal Aussagen und persönliches Handeln dann oft nicht in die gleiche Richtung weisen. Ich denke da auch an den ein oder anderen von denen durchaus bekannt ist, dass sie nicht hetero sind.
Toleranz fängt, meiner Meinung nach, beim Respekt und der Anerkennung der eigenen Persönlichkeit an. Wer selbst noch nicht mal zu seinen eigenen Neigungen stehen kann, wird dann das wohl kaum für andere tun können.

Die Diskussionen im italienischen Parlament sind zwar albern und kindisch, aber immerhin hat Italien eine offizielle Transgender-Abgeordnete. Da werden wir hier wohl noch lange drauf warten können. Was aber noch lange nicht bedeuten muss, dass im deutschen Parlament nur Heteros sitzen, die ausschließlich Blümchensex betreiben. Wenn das Parlament wirklich die Bevölkerung repräsentiert, dann müssten da schon einige Transgender, Homosexuelle, Lesben und auf jeden Fall auch einige Transvestiten und Fetischisten darunter sein – das ist natürlich meine persönliche Meinung.

Ich wünsche mir nur, dass eine Leitfigur, wie der Dalai Lama, auch für unsere Offiziellen, Politiker und Kirchen einen Anstoss geben kann. Und dass sich die mehr öffentliche Personen oder Einrichtung glaubwürdig gegen Gewalt und Diskriminierung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender Personen stellen – auch wenn gerade mal kein Wahlkampf ist.

Hier ist übrigens die offizielle Seite des Dalai Lama.
Und weiter Infos findet man auf deutsch im allseits beliebten Wikipedia.

Warum Männer ein Kleidchen tragen – ein Interview mit Grayson Perry, bedeutender Künstler, Transvestit und passionierter Motorradfahrer

Weltberühmt wurde der britische Künstler G. Perry, als er 2003 den renommierten Turner Preis erhielt. Und den hat er als das kleines Mädchen Claire, mit Schleifchen im Haar und in seinem schönsten Kleidchen entgegen genommen.

Was für eine Aufregung – „Der erste Transvestit, der diesen wichtigen Kunstpreis erhält...“ und ähnlich ging das durch die Presse. Naja, den Briten gesteht man das irgendwie eher zu. Obwohl, da wurde auch vermutet, dass man mit dem exzentrischen Künstler auch gezielt mehr Aufmerksamkeit erreichen wollte.

Auf jeden Fall war das gut für alle Transvestiten dieser Welt. Plötzlich ist da jemand, der als Künstler für seine Leistungen ausgezeichnet wird und gleichzeitig offen zu seinen Neigungen steht – eine Leitfigur im Fummel. Dabei ist gerade Perry nicht gerade dezente bei der Wahl seiner Outfits. Ich habe ihn in einem Interview gesehen (im Fernsehen mit einem deutschen Schauspieler). Es war toll. Perry wie selbstverständlich im Kleine-Mädchen-Tüllkleidchen und man diskutiert über Kunst und die Welt.

Ein Interview
Natürlich wird Perry auch immer wieder auf das Thema Transvestismus angesprochen. Und er, auch als Künstler, geht damit wirklich erstaunlich offen und scheinbar selbstverständlich um. Nachzulesen unter anderem in diesem Interview.

Das Buch
Noch ausführlicher und auch sehr persönlich geht das Buch „A gripping portrait of an artist“ auf Grayson Perry als das kleines Mädchen Claire ein. Das Buch ist Anfang dieses Jahres herausgekommen und kann bei den üblichen Adressen (Amazon, etc.) bestellt werden. Ein Buchbesprechung findet man hier bei Times Online.

Die Kunstwerke und weitere Infos
In erster Linie ist Perry aber ein bedeutender Künstler, deshalb sollte da auch die Kunst im Focus stehen.
Einige Arbeiten findet man z.B. auf der Seite der Saatchi Gallery inkl. Biografie, Interview und weitere Informationen über den Künstler.

Aktuelle Ausstellungen
Bis zum 25. Juni 2006 kann man sich u. a. Arbeiten von Perry im Wilhelm Lembruck Museum, Duisburg anschauen. Die Ausstellung heißt „Designing Truth“. Infos zu dieser Ausstellung gibt es hier.

Dokumentarfilm über Intersexualität und Hermaphroditen auf XXP

Wiederholung am 20.05.2006 um 17:20 Uhr

Das ist wirklich mal ein sehr schöner und gut gemachter Dokumentarfilm zum Thema, der sehr einfühlsam und respektvoll mit dem Thema und vor allem auch mit den Menschen umgeht.

Der Film erklärt über die unterschiedlichen Formen der Intersexualität und deren biologischen Ursachen auf, soweit diese überhaupt erklärbar sind. So lernt man auch, dass z.B. die Ursachen für Hermaphrodismus bislang wohl noch gar nicht wissenschaftlich erklärt werden kann. Und dass es unterschiedliche Formen von Intersexualität gibt – das und einiges mehr war mir bislang total unbekannt.

Besonders gut hat mir aber gefallen, wie respektvoll man mit den Menschen umgegangen ist. Der Grant, bei diesen Themen ist sicher sehr schmal. Leider rutschen so manche Dokumentarfilme, die sich gerade mit dem Thema Sexualität beschäftigen, in eine Art Voyeurismus ab. Und die Kamera rückt den Betroffenen und deren Umfeld – zumindest für mein Empfinden – zu sehr auf die Pelle.

Ganz heftig fand ich da z.B. eine deutsche Produktion, bei der sich Mediziner, wie selbstverständlich, gegen die Entscheidung der Betroffenen geäußert haben und eine geschlechtsbestimmende OP bei Kindern empfehlen, obwohl die Familie das für ihr Kind ausdrücklich nicht haben wollten. Das war zum Heulen - vor Wut.

Weitere Infos und Links:
Leider konnte ich abgesehen von dem Programmhinweis kaum noch weitere Seiten zum Thema finden. Lediglich ein Hinweise auf der Seite der Intersex Society of North America. Dort findet man auch weitere Links zum Thema.
Auch auf der Seite vom Discovery Channel, die haben den Film produziert, konnte ich nichts finden. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Und wenn man sich für Dokumentarfilme interessiert ist die Seite sicher auch so sehr interessant.

Besser Auto kaufen, als die OP machen? Oder was will Opel den Transsexuellen damit sagen?

Ist das lustig oder einfach nur ein platter Witz á la geht 'ne Frau zum Arzt...?

Also lachen konnte ich nicht so richtig darüber - schade eigentlich. Für einen Witz und guten Humor bin ich ja schon zu haben. Aber die Story kommt dann doch zu plump daher: "Sitz 'n Transsexeller 3 Tage nach dem Umbau beim Arzt - kann man das wieder rückgängig machen?" Achtung hier kommt die Pointe - sagt der Arzt "Nein, das geht nicht." Und dann die Opel-Message - das Auto kann man 3 Tage testen.

Na, und.....ist das witzig?
Oder ist das die späte Rache für all die bösen Manta-Witze?

Nee, nee ich find das echt zu billig. Natürlich gibt es da auch noch den armen Fremdenlegionär, den Knastbruder und den einsamen Wissenschaftler als naheligende Klischefiguren. Damit ist die Transen ja wenigsten in guter Gesellschaft. Da kann ich den Marketingleuten nur zu ihrem beschänkten Horizont gratulieren und empfehle dringenst "Priscilla, Königing der Wüste" als Erste-Hilfe in Sachen Humor an die Damen und Herren (das ist übrigens ein Film, also zu angucken, man muß nicht lesen....gibts auch auf deutsch....ist familientauglich....also keine Ausreden....ist gut)

Trotzdem gibt es auf der Seite dann doch noch was nettes zu entdecken - man/frau kann sein eigenes Konterfei in den Spot einbauen und sich das dann wohl anschauen, wie es aussieht wenn selbst im Spot eine Rolle übernimmt. Keine Ahnung ob es dann noch was zu gewinnen gibt. Ich hatte nichts passendes zur Hand. Einen Sinn hat es zwar nicht, aber eine nette Spielerei ist es trotzdem.

Den Spot findet man auf der Opelseite.